SZR Strom: Warum wir jetzt die Fehlplanungen für ganz Deutschland verhindern müssen

Heute endet die offizielle Konsultation zum Szenariorahmen Strom 2027–2040/2045 der Bundesnetzagentur. Der Szenariorahmen ist die Grundlage der Stromnetzplanung in Deutschland. Hier wird festgelegt, wie viele Höchstspannungsleitungen in Zukunft quer durch das Land gebaut werden. Da die Annahmen zum künftigen Stromverbrauch rein auf Prognosen beruhen, ist es wichtig, dass wir unsere Meinung einbringen. Denn wir alle bezahlen diesen Netzausbau – über unseren Strompreis und über Steuern.
Der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink beteiligt sich regelmäßig an diesen Konsultationen. Nur so haben wir die Möglichkeit, direkt Einfluss zu nehmen – und zwar bevor immer mehr neue Leitungen in den gesetzlich festgeschriebenen Bundesbedarfsplan aufgenommen werden.

2026-09-27 Stellungnahme SZR 2027-2040/2045

Wir fordern konkret:

  • Eine spürbare Reduzierung der Netzausbauziele im finalen Szenariorahmen unter Berücksichtigung realer Verbrauchsdaten und des faktischen Offshore-Einbruchs.
  • Eine grundlegende Überarbeitung des SZR zur Einhaltung des KRITIS-Dachgesetzes vom 17. März 2026 durch die verpflichtende Modellierung resilienter, dezentraler Erzeugungs- und Netzstrukturen.
  • Den verbindlichen Einbau einer pauschalen Spitzenkappung von 3-10% in die Modellierungsgrundlagen nach europäischem Vorbild.
  • Die Streichung überflüssiger oder vorzeitig geplanter Netzanbindungslinien, um den Kostenrahmen für die Endverbraucher einzudämmen.